Über mich


Gabriella Eisenring
Gabriella Eisenring

Entdeckt habe ich die griechischen Volkstänze ganz durch Zufall bei einem internationalen Freiwilligeneinsatz mit dem SCI Schweiz 1998 im Bergdorf Mali, im Südpeloponnes. Für Maria Himmelfahrt am 15. August kamen Musiker ins Dorf und spielten zum Tanz auf, und alle Bewohner –Männer, Frauen, Kinder, Grossmütter- fanden sich zum Tanzen um den alten Ziehbrunnen in der Mitte des Dorfes ein.

 

Von den Menschen dort eingeladen versuchte ich mein bestes, einige Schritte aneinander zu reihen, und so war der Grundstein gelegt für eine neue Leidenschaft, die ein immer wichtigerer Teil meines Lebens geworden ist.

 

In Wochenendkursen und regelmässigen Tanzreisen nach Griechenland habe ich immer mehr Tänze gelernt, und bin immer tiefer in die griechische Kultur und Tradition eingetaucht.

 

Seit dem Jahr 2003 habe ich in Neuchâtel eine Tanzgruppe, die ich regelmässig unterrichte, und seit 2015 sind Tanzreisen nach Kreta und auch ein Kurs in Uster dazugekommen.

 

Mittlerweile spreche ich fliessend Neugriechisch, und reise mehrmals jährlich nach Griechenland um immer wieder neue Tänze zu lernen, dort zu musizieren, die Traditionen zu erleben und um Zeit mit griechischen Freunden zu verbringen.

 

Es ist mir wichtig, in meinen Kursen nicht nur die Tanzschritte zu vermitteln, sondern auch den kulturellen Hintergrund der Tänze. Die Begegnung mit den Menschen in Griechenland ist ein wichtiger Teil meiner Arbeit.

 

Ich arbeite regelmässig mit Musikern und Tanzlehrern aus Griechenland zusammen, und spiele viele Tänze selber auch auf dem Akkordeon oder begleite mit dem Daouli (Pauke). Denn Tanzen zu Live-Musik mit einem lebendigen Austausch zwischen Tänzern und Musikern ist ein immer wieder faszinierendes Erlebnis.

 

Durch meine vielen Kontakte in Griechenland erlebe ich auch immer wieder aus nächster Nähe die Auswirkungen der Krise, und ich versuche, durch meine Tanzreisen und die Engagements von Musikern ein wenig Unterstützung zu schaffen.

 

Hauptberuflich arbeite ich als Klavierlehrerin an den Musikschulen Uster-Greifensee-Mönchaltorf und der Stadt Zürich. Ich habe von 1992-97 in Neuchâtel Klavier studiert, dann an der Musikakademie Basel 2001-2003 die Ausbildung für Elementare Musikpädagogik gemacht, und von 2002-2009 an der Musischen Akademie Remscheid in Deutschland berufsbegleitend Tanzpädagogik für modernen Tanz studiert. Dieser Hintergrund ist mir eine grosse Hilfe für das Verständnis der griechischen Musik und Tänze und bei deren Vermittlung.


Grigoris Sideras
Grigoris Sideras

Ich möchte an dieser Stelle auch gerne Grigoris Sideras vorstellen: ein vielseitig begabter Musiker, Poet und Komponist. Er wohnt in Arnissa bei Edessa in Nordgriechenland. Er kommt regelmässig in die Schweiz und spielt für meine Tanzkurse.

 

Seine Familienwurzeln gehen in den Pontos (Kleinasien) zurück, und er ist stolz, durch die Musik und den Tanz die vielfältigen Traditionen seiner Heimat aufrecht zu erhalten. Er spielt Gaida (eine Art Dudelsack), pontische Lyra, Flöte, Klarinette und kretische Lyra. Durch diese instrumentale und auch stilistische Vielfalt kann er einen Grossteil des Repertoires der griechischen Tanzmusik abdecken.

 

Er schreibt selber viele pontische Stücke – Musik und Texte – im traditionellen Stil.

 

Für meine Kurse auf Kreta ist er eine nicht mehr wegzudenkende Stütze geworden. Immer wieder überrascht er die Teilnehmer mit tollen Ideen, und durch seine herzliche, humorvolle und fröhliche Wesensart ist er für uns wie ein Familienmitglied geworden.